SEO mit dem CMS Plone
Plone
ist ein großartiges Werkzeug, um suchmaschinenoptimierte Webseiten zu
erstellen. Dieser Artikel beschreibt, wie sie mit dem CMS Plone ihre
Positionierung in Suchmaschinen deutlich verbessern können.
Wenn Sie von einem anderen System auf Plone umgestiegen sind, haben Sie vermutlich bereits festgestellt, dass sich Ihre Positionierung in Suchmaschinen verbessert hat, ohne dass Sie dafür etwas tun mussten.
Plone ist ein standardkonformes und suchmaschinenoptimiertes CMS.
Es erleichtert den Suchmaschinen Ihre Website zu durchsuchen und zu bewerten.
SEO beginnt mit der Installation von Plone
Schalten Sie Ihre alte Website einfach ab und übernehmen Sie die Inhalte eins zu eins in Plone – Google, Bing und Yahoo! werden Sie mit einer besseren Positionierung belohnen.
Doch damit ist noch lange nicht Schluss.
Wenn Sie auch die Inhalte Ihrer Website optimieren, können Sie das volle Potenzial von SEO ausschöpfen.
Sie werden mehr Besucher gewinnen und Ihre Zielgruppen effizienter und erfolgreicher ansprechen.
Um von SEO zu profitieren, sollte man verstehen, worum es dabei überhaupt geht.
Was ist SEO? Diese Frage wird im nächsten Kapitel beantwortet.
Was ist SEO?
Das Kürzel SEO steht für Search Engine Optimization, auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung.
Um zu verstehen, was man darunter versteht, sollte man sich selbst beobachten, wenn man im Internet nach etwas Bestimmtem sucht.
Man möchte mit Hilfe einer Suchmaschine das finden, wonach man sucht.
Wenn ich einen guten Blumendünger suche, will ich keine Kochrezepte finden – und umgekehrt.
Wenn ich Rat suche, möchte ich möglichst schnell kompetente Hilfe finden und mich nicht erst durch ein Dutzend Webseiten quälen, die schließlich doch keine sinnvolle Lösung anbieten können.
Das hört sich simpel an, ist aber für die Betreiber von Suchmaschinen alles andere als ein triviales Geschäft.
Google hat eine Trillionen Webseiten indiziert
Im Jahre 2008 behauptete Google eine Trillionen Webseiten (1.000.000.000.000) indiziert zu haben.
Wir haben keinen Grund an dieser Behauptung zu zweifeln, auch wenn wir den Wahrheitsgehalt nicht nachprüfen können.
Und wir können uns auch kaum den Aufwand vorstellen, der notwendig ist, diese Masse an Informationen so aufzubereiten, dass sinnvolle Suchergebnisse dabei herauskommen.
Für uns Menschen ist es ganz einfach zu beurteilen, ob eine Webseite interessante Informationen enthält.
Wir öffnen sie, lesen sie durch und wissen Bescheid.
Wie aber schafft es Google, bei einer Trillionen Webseiten die Suchergebnisse so zu sortieren, dass wir unter den ersten zehn Treffern die wirklich relevanten Websites finden?
Google und andere Suchmaschinenbetreiber benutzen für die Bewertung von Websites ausgefeilte mathematische Modelle, die jeden Laien vor Ehrfurcht erstarren lassen.
Diese mathematischen Modelle bilden den so genannten Suchalgorithmus.
Man könnte nun viele Worte über die einzelnen Algorithmen verlieren, doch im Grunde kann man alles in einem Satz zusammenfassen: Suchmaschinen betreiben einen Heidenaufwand, um sicherzustellen, dass ihre Benutzer das finden, wonach sie suchen.
Was bedeutet das für Sie, wenn Sie Produkte, Dienstleistungen und Informationen im Netz anbieten?
SEO ist Kundenorientierung
Wenn die Informationen, die Sie ins Netz stellen, für Ihre Zielgruppe
relevant sind, können Sie darauf vertrauen, dass die Suchmaschinen Ihre
Webseiten in den Suchergebnissen sehr weit oben einsortieren, wenn Ihre
Zielgruppe danach sucht.
Suchmaschinen arbeiten wie Makler, die die Nachfrage mit dem Angebot in
Kontakt bringen. Das Kriterium, anhand dessen Suchmaschinen beurteilen,
ob eine Webseite für einen Suchenden interessant ist, sind die
Suchbegriffe, die der Suchende eingegeben hat. Vereinfacht ausgedrückt:
In den Suchergebnissen von Google tauchen vor allem Webseiten auf, in
denen die Begriffe aus der Suchanfrage an sinnvollen Stellen vorkommen.
Welche Stellen das sind, darüber gibt Google freimütig
Auskunft.
Im Kapitel Wie geht
SEO?
erfahren Sie, welche Hilfen Ihnen Plone anbietet.
Statt von Suchmaschinenoptimierung sollte man besser von
Zielgruppenoptimierung sprechen, denn genau das ist SEO. Es ist völlig
unwichtig, den Suchalgorithmus zu kennen, den eine Suchmaschine zur
Sortierung von Suchergebnissen benutzt. Der wird von den Suchmaschinen
zudem immer wieder verändert. Viel wichtiger ist es zu wissen, was Ihre
Zielgruppe interessiert und wonach sie sucht. SEO ist Kundenorientierung
und keine geschickte Manipulation von Suchergebnissen durch geheime
Tricks.
Im nächsten Kapitel erfahren Sie, welche Ziele im Einzelnen mit SEO
erreicht werden sollen.
Warum SEO?
Vier Ziele werden mit der Suchmaschinenoptimierung verfolgt:
- Vollständige Indizierung aller Webseiten
- Gute Positionierung
- Mehr Besucher
- Mehr Umsatz
Vollständige Indizierung
Als erstes müssen wir sicherstellen, dass die Suchmaschinen unsere
Webseiten vollständig indizieren. Das heißt, Google und die anderen
Suchmaschinen sollen unsere Website besuchen und den Inhalt aller Seiten
in ihrer Datenbank speichern. Wenn den Suchmaschinen der Name unserer
Domain bekannt ist, tun sie das in regelmäßigen Abständen automatisch.
Sie sind auch in der Lage, neue Websites zu finden. Das kann jedoch eine
gewisse Zeit dauern. Falls Sie also eine Website unter einer neuen
Domain erstellen, können Sie diesen Prozess beschleunigen, indem Sie
Ihre Website bei den wichtigsten Suchmaschinen manuell eintragen. Es ist
nicht notwendig Ihre Website mit kostenpflichtigen Tools in 200
verschiedene Suchmaschinen einzutragen. Es reicht, wenn Ihre Website von
den großen Drei gefunden wird.
Unter diesen Adressen können Sie Ihre Website eintragen:
Google und Co. durchsuchen Websites mit Programmen sogenannten Spidern
oder Crawlern. Sie beginnen auf der Startseite der Website und folgen
den Links zum Beispiel in der Navigation, sodass sie schließlich alle
verlinkten Seiten der Website finden. Die Links zu den übrigen Seiten
Ihrer Website sollten daher als solche erkennbar sein. Sie sollten es
beispielsweise vermeiden, die Navigation Ihrer Website in Javascript,
Java oder Flash zu programmieren ohne alternativ eine HTML-basierte
Navigation zur Verfügung zu stellen, da die Suchmaschinen
Schwierigkeiten haben, einer in Java, Javascript oder Flash
programmierten Navigation zu folgen. Ohne alternative HTML-Links
riskieren Sie, dass zahlreiche Unterseiten nicht gefunden und damit auch
nicht indiziert werden. Seiten, die nirgends auf der Website für
Suchmaschinen erkennbar verlinkt sind, werden übersehen.
Plone vermeidet solche Probleme, da das CMS grundsätzlich XHTML-konforme
Links erzeugt, die es Suchmaschinen einfach macht, sämtliche Unterseiten
zu finden. Plone unterstützt außerdem das Sitemap Protocol und erzeugt
eine dynamische Sitemap-Datei, in der die Adressen aller Seiten der
Website mit einem Zeitstempel der letzten Bearbeitung aufgeführt sind.
Suchmaschinen werten diese Datei aus und können so erkennen, welche
Webseiten seit ihrem letzten Besuch hinzugekommen sind oder verändert
wurden. Sie können diese Funktion im Konfigurationsmenü von Plone unter
dem Punkt
Website
einschalten.
Machen Sie Suchmaschinen auf die Existenz dieser Datei aufmerksam, indem
Sie sie folgendermaßen in die Datei robots.txt eintragen:
Sitemap: http://example.com/sitemap.xml.gz
Bei Google kann man die Sitemap auch in den Webmaster
Tools anmelden.
Inhalte vor Suchmaschinen verstecken
Da Suchmaschinen alles indizieren, was sie finden, müssen Sie ihnen
explizit mitteilen, welche Inhalte nicht gespeichert werden sollen. Dies
erfolgt ebenfalls in der Datei robots.txt. Mit dem folgenden Eintrag
verbieten Sie allen Suchmaschinen, das Verzeichnis »privat« in Ihrer
Website zu durchsuchen.
User-agent: *
Disallow: /privat/*
Google ist blind
Was für Links gilt, ist auch bei den Inhalten Ihrer Website von
entscheidender Bedeutung. Suchmaschinen können im Grunde nur
textbasierte Inhalte indizieren, da sie nicht erkennen können, was in
grafischen Elementen wie Bildern oder Flashanimationen dargestellt wird.
Wenn Sie wissen wollen, wie Google Ihre Website sieht, dann rufen Sie
Ihre Website in Firefox auf und öffnen Sie dann die
Seitenquelltextanzeige mit dem Befehl »Strg-U« oder über das Menü
»Anzeige —> Seitenquelltext anzeigen«.
Weitere Informationen, die in diesem Zusammenhang interessant sind,
finden Sie im Kapitel »SEO mit Plone«.
Gute Positionierung
Nummer 1 bei Google! Das ist das große Ziel! – Nun, ganz so einfach ist
das nicht. Bei der Positionierung gibt es gleich eine entscheidende
Frage: Wann möchten Sie die Nummer 1 sein? Bei welchen Suchbegriffen?
Glauben Sie, dass jemand, der teure Schweizer Uhren verkauft, gefunden
werden möchte, wenn ein Benutzer nach billigen Uhren sucht? Wohl kaum.
Für ihn ist es sehr viel lukrativer, dann gefunden zu werden, wenn
jemand nach einer teuren Markenuhr aus der Schweiz wie Rolex, Breitling
oder Piaget sucht. Und selbst dann ist eine sehr gute Positionierung
noch kein Garant dafür, dass der Suchende bei dem Anbieter eine solche
Uhr auch erwirbt.
Mehr zum Thema der richtigen Positionierung finden Sie im Kapitel
»Suchbegriffe«.
Mehr Besucher
Jeder freut sich über mehr Besucher. Aber es müssen die richtigen
Besucher sein. Oder umgekehrt formuliert. Wenn es nicht die richtige
Website ist, sind die vielen Besucher auch ganz schnell wieder weg und
verursachen Ihnen lediglich Kosten für Traffic und Hardware-Ausstattung.
Es ist deshalb sehr wichtig, sich vor einer Suchmaschinenoptimierung
genau zu überlegen, welche Zielgruppen man mit den Seiten ansprechen
möchte. Denn nur dann kommen auch die richtigen Besucher und finden, was
sie suchen.
Mehr Umsatz
Das ist das wahre Ziel: SEO soll für mehr Umsatz sorgen. Dabei darf man
das Wort nicht im engen kaufmännischen Sinne verstehen. Nur in einem
Webshop geht es darum, mit SEO mehr Verkäufe zu erzielen. In einem Blog
kann das Umsatzziel beispielsweise dann erreicht sein, wenn jemand einen
Kommentar hinterlässt oder den RSS-Feed des Blogs abonniert. In jedem
Fall soll der Besucher einer Website zu einer bestimmten Handlung
motiviert werden. Dies kann eine reale Handlung sein, wie die
Mitzeichnung einer Petition auf einer Kampagnen-Website oder eine
geistige Handlung wie das Verstehen des »ablativus absolutus« auf einer
Website für lateinische Grammatik.
Mehr Umsatz kann man nicht mehr allein durch eine gute Positionierung
erreichen. Dieses Ziel lässt sich nur dann erreichen, wenn Sie Ihre
Zielgruppe mit überzeugenden Inhalten effizient ansprechen. Investieren
Sie daher im Rahmen einer SEO-Strategie vorzugsweise in eine gut
strukturierte und sprachlich begeisternde Darstellung Ihrer Botschaften.
Mehr darüber, wie Ihnen Plone hilft, Ihre Website inhaltlich gut zu
strukturieren, erfahren Sie im Kapitel
Webtexte.
Wie geht SEO?
Jedesmal, wenn Sie in Plone eine Seite oder einen anderen Artikeltyp
hinzufügen, führt Sie Plone durch den Prozess der
Suchmaschinenoptimierung. Sie müssen sich nur bewusst werden, an welchen
Stellen Sie wie vorgehen müssen.
Wenn Sie eine Seite in Plone
hinzufügen,
sehen Sie das folgende Formular.

Alle Felder des Formulars (Titel, Zusammenfassung und Haupttext) kommen
für eine Suchmaschinenoptimierung in Frage.
Titel
Der Titel einer Seite in Plone ist von entscheidender Bedeutung im
Prozess der Suchmaschinenoptimierung.

Der Titel den Sie in Plone eingeben, wird an drei Stellen verwendet.
- Als Hauptüberschrift auf der Seite selbst
- Als Titel der Seite im so genannten Title-Tag
- Als Bezeichnung der Webseite im
URL-Pfad
Das Title-Tag ist wichtig für die Positionierung einer Seite in
Suchmaschinen, da davon ausgegangen wird, dass der Titel einer Seite
angibt, welches Thema auf der Webseite behandelt wird. Sucht nun jemand
nach einem Begriff, der im Titel der Seite vorkommt, wird die Seite
relativ weit oben aufgelistet. Der Titel entscheidet zwar nicht allein
über die Positionierung, aber er hat großen Einfluss.
Der Titel einer Webseite wird auch in den Suchergebnissen aufgeführt und
dient als Link zur Website. Wer nach Informationen sucht, erkennt anhand
des Titels, ob die Seite für ihn interessant ist oder nicht. Ist der der
Titel ansprechend, wird man motiviert, auf den Link zu klicken und sich
die Seite anzuschauen. Kann man mit dem Titel wenig anfangen, springt
man schnell zum nächsten Suchresultat – auch wenn der Webseite an
erster Stelle stand.
Titel mit Bedacht wählen
Wählen Sie deshalb beim Anlegen einer neuen Seite immer einen Titel, der
den Inhalt der Seite möglichst genau wiedergibt, weil Sie dann sicher
sein können, dass Google die Webseite immer dann sehr weit oben
auflistet, wenn der Suchende genau nach diesen Inhalten gesucht hat.
Formulieren Sie den Titel so, dass der Suchende motiviert wird, ihn
anzuklicken. Ob Sie einen reißerischen, einen werblichen oder einen
sachlichen Titel wählen, hängt ganz davon ab, was Sie mit der Webseite
bezwecken und welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten.
Seien Sie so genau wie möglich. Wenn Sie sich auf der Webseite kurz
fassen, vermerken Sie dies im Titel: »Kurze Einführung in die
Suchmaschinenoptimierung mit Plone«. Ein solcher Titel spricht vor allem
Menschen an, die keine langatmigen Texte, sondern eine kurze und knappe
Beschreibung lesen wollen. Wenn Sie einen längeren Text schreiben,
versuchen Sie ihn auf mehrere Seiten aufzuteilen und geben Sie jeder
Seite einen aussagekräftigen Namen.
Da Plone das Title-Tag aus den Angaben generiert, die Sie in das
Titel-Feld schreiben, wird indirekt auch vermieden, dass auf jeder Seite
das gleiche Title-Tag verwendet wird.
Wählen Sie also den Titel jeder einzelnen Seite, die Sie in Plone
anlegen, mit Bedacht. Der Suchende erwartet im Titel die Suchbegriffe
vorzufinden, nach denen er gesucht hat. Vermeiden Sie jedoch einen
Titel, der ausschließlich aus der Aufzählung wichtiger Schlüsselbegriffe
besteht. Der Titel sollte auch keine langatmige Beschreibung der Seite
enthalten.
Ein Beispiel
Wenn ich als Titel »Plone White Paper – Leistungsmerkmale des
Open-Source CMS« eintrage, so lautet das Title-Tag im Quellcode
folgendermaßen:
<title>Plone White Paper – Leistungsmerkmale des Open-Source CMS — hasecke.com, Solingen (NRW)</title>
Sie sehen, dass Plone hinter den eigentlichen Titel noch den Namen der
Website einfügt. Alle Ihre Seiten sind so als Teil Ihres
Internetauftritts erkennbar. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass
Plone den Namen der Website hinter den Titel setzt. Denn Google und
andere Suchmaschinen geben bei der Anzeige des Titels nur die ersten 50
bis 70 Zeichen wieder und schneiden den Rest des Titels ab. Wenn Sie
einen langen Titel wählen, achten Sie darauf, dass das Wesentliche vorne
steht. Wie Sie den Namen Ihrer Plone-Website verändern können, erfahren
Sie im
Plone-Benutzerhandbuch.

Und wenn der Titel nicht ins Title-Tag soll?
Plone trägt den Titel einer Seite nicht nur ins Title-Tag ein, sondern
auch in das Heading-Tag (h1): das heißt der Titel wird den Besuchern als
Überschrift der Webseite angezeigt. Wenn die Überschrift auf der
Webseite und das Title-Tag nicht übereinstimmen sollen, wenn Sie also
beides gesondert bearbeiten möchten, können Sie die Erweiterung
quintagroup.seoptimizer
installieren. Sie können dann das Title-Tag für Suchmaschinen optimieren
und auf der Seite selbst eine Überschrift wählen, die den Leser optimal
anspricht.
Beschreibung
Das Description-Tag ist für die Positionierung einer Seite in
Suchmaschinen weniger wichtig als das Title-Tag, hat aber spürbaren
Einfluss darauf, ob die Benutzer der Suchmaschine die aufgelistete
Webseite aufrufen oder überspringen. Denn wenn ein Description-Tag im
Quellcode einer Seite vorhanden ist, setzt Google häufig den Inhalt des
Tags unter den Titel der aufgeführten Webseite. Die meisten Menschen
lesen die Beschreibung einer Webseite, bevor sie auf den Link in der
Suchmaschine klicken. Rund 20 Worte aus der Zusammenfassung werden in
Suchmaschinen angezeigt.

Unterhalb des Eingabefeldes für den Titel finden Sie in Plone das Feld
für die Zusammenfassung. Der Inhalt dieses Feldes wird an zwei Stellen
genutzt.
- Als Einleser direkt unterhalb der Überschrift
- Als Inhalt des Description-Tags im Quellcode der HTML-Seite
Falls Suchbegriffe auf der Seite vorkommen, setzt Google statt der
Beschreibung einen Ausschnitt aus der entsprechenden Textpassage unter
den Titel, um dem Suchenden eine Vorstellung davon zu geben, in welchem
Kontext der Suchbegriff benutzt wird. Die Zusammenfassung wird also
nicht immer in den Suchergebnissen aufgeführt.
Versuchen Sie auf jeder Seite eine aussagekräftige Zusammenfassung zu
formulieren. Benutzen Sie dabei möglichst wichtige Suchbegriffe, die Sie
im Titel nicht unterbringen konnten. Missbrauchen Sie die Beschreibung
aber nicht, um möglichst viele Suchbegriffe aneinanderzureihen, das
spricht die Suchenden nicht an. Formulieren Sie kurze informative Sätze
oder sinnvoll strukturierte Stichpunkte zum Inhalt der Seite. Falls Sie
Schwierigkeiten haben, eine Zusammenfassung zu formulieren oder
innerhalb der zur Verfügung stehenden 20 Worte wichtige Suchbegriffe
nicht unterbringen können, können Sie auf eine Zusammenfassung auch
verzichten. Versuchen Sie stattdessen die Suchbegriffe im Haupttext
unterzubringen. Die Suchmaschinen zitieren dann diese Passagen und geben
den Suchenden so einen Anhaltspunkt, ob die Seite für sie interessant
sein könnte.
Wenn Sie für den Einleser auf der Seite und das Description-Tag unterschiedliche Formulierungen einsetzen möchten, können Sie die Erweiterung quintagroup.seoptimizer nutzen.
Schlagworte
Das Keywords-Tag wird von Suchmaschinen kaum noch beachtet, da es gerne
missbraucht wird. Es hat also keinen Sinn, eine Unzahl von
Schlüsselworten in dieses Tag einzutragen.

Plone fügt dieses Tag in der Voreinstellung auch gar nicht in den
HTML-Quellcode ein. Wenn Sie das Keywords-Tag benutzen wollen, müssen
Sie in der Konfiguration unter dem Menüpunkt »Website« ein Häkchen bei
dem Eintrag »Dublin Core Metadaten einbinden« setzen.
Semantic Web
Plone benutzt Metadaten in erster Linie, um Inhalte zu kategorisieren.
So kann man beispielsweise nach Inhalten suchen, die mit einem
bestimmten Stichwort versehen wurden. Im Plone Benutzerhandbuch
erfahren Sie mehr über die Verwendung von Metadaten in
Plone.
Einfache Eingabe von Stichworten
Sie finden die Eingabemaske für die Stichworte auf dem Teilformular
»Kategorisierung« der Bearbeitungsansicht. Die Stichworte, die Sie hier
hinzufügen, werden in das Keywords-Tag sowie in das DC.subject-Tag
eingetragen. Die Einträge können beispielsweise folgendermaßen aussehen:
<meta content="SEO, Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung, Content-Management" name="keywords" />
<meta content="SEO, Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung, Content-Management" name="DC.subject" />
Plone benutzt diese Stichworte, um Inhalte in einer Tag-Cloud zu
kategorisieren. So werden in der Voreinstellung die vergebenen
Stichworte unten auf der Webseite angezeigt.

Klickt man auf eins dieser Stichworte, werden alle Seiten aufgelistet,
die mit diesem Stichwort versehen wurden.
Stichwortfunktion und SEO im Konflikt
Das zeigt, dass in Plone eine inflationäre Nutzung von Schlüsselworten
nicht vorgesehen ist. Niemand würde unterhalb eines Textes fünfzig
Schlüsselworte auflisten, da dies für den Leser völlig verwirrend wäre.
Und für die Positionierung in einer Suchmaschine ist die Zahl der
benutzten Begriffe ebenfalls unerheblich. Nutzen Sie die
Stichwortfunktion in Plone daher in erster Linie, um Ihre Inhalte
innerhalb der Plone-Website zu kategorisieren – nicht zur
Suchmaschinenoptimierung.
Wenn Sie in das Keywords-Tag Suchbegriffe eingeben möchten, die nicht
mit dem Kategorisierungsmechanismus in Plone kollidieren sollen, dann
können Sie die bereits mehrfach erwähnte Erweiterung
quintagroup.seoptimizer
installieren.
Überschriften
Suchmaschinen können nicht sehen, wie eine Webseite gestaltet ist,
welche Textstellen hervorgehoben und damit besonders wichtig sind. Sie
orientieren sich bei der inhaltlichen Analyse einer Website an der
Markup-Sprache HTML.

Suchmaschinen brauchen eine semantische Gliederung
HTML definiert unter anderem eine klare Hierarchie bei Überschriften
(Die Tags lauten h1, h2 bis h5). Das h1-Tag stellt die Hauptüberschrift
der Seite dar und sollte nur einmal auf einer Webseite vorkommen. Die
anderen Überschriften können mehrmals auftauchen. Suchmaschinen können
die Bedeutung einer Überschrift an der Überschriften-Ebene ablesen:
h2-Überschriften sind in der Regel wichtiger als h3-Überschriften.
Plone stellt sicher, dass keine inhaltlich unwichtigen Elemente wie zum
Beispiel die Navigationsleiste in ein Headline-Tag gesetzt werden. Nicht
lachen – das kommt häufiger vor als man denkt. Selbst teure CMS bringen
Ihre Betreiber um wichtige Kundenkontakte durch diesen scheinbar kaum
auszurottenden Fehler. Suchmaschinen haben es schwer Webseiten
thematisch zuzuordnen, wenn Inhalte in einem Headline-Tag stehen, die
mit dem Thema der Webseite nichts zu tun haben. Solche Webseiten werden
mit einer schlechteren Positionierung bestraft.
Qualitätssicherung und einfache Handhabung
Mit Plone können Sie sicher sein, dass ausschließlich das, was vom den
Autoren einer Webseite als Überschrift oder Zwischenüberschrift
betrachtet wird, in ein Headline-Tag gepackt wird. Dabei achtet Plone
selbstverständliche auch darauf, dass das h1-Tag nur einmal auf jeder
Webseite vorkommt und für den Titel der Seite reserviert ist.
Plone macht Autoren die Auswahl des richtigen Headline-Tags einfach. Der
Titel (h1) wird in ein gesondertes Formularfeld eingegeben. Und im
Haupttext einer Seite kann man im Stilmenü weitere Überschriften (h2)
und Zwischenüberschriften (h3) zur Strukturierung des Textes auswählen.
Scannen statt lesen
Die Überschriften und Zwischenüberschriften auf einer Plone-Webseite
werden damit sowohl für Besucher als auch für Suchmaschinen ein
wichtiges Orientierungsmittel, um den Inhalt einer Webseite zu
beurteilen. Besucher überfliegen zunächst die Überschriften und andere
visuell herausgehobene Elemente einer Webseite, bevor sie anfangen, den
Text im Detail zu lesen. Man spricht auch davon, dass Webseiten vor dem
Lesen erst einmal ›gescannt« werden. Ist dieser erste Eindruck nicht
überzeugend, verlassen viele Besucher eine Website sofort wieder und
wenden sich einem anderen Angebot zu.
Setzen Sie wichtige Suchbegriffe in die Überschriften
Versuchen Sie Ihre Texte in Plone durch sinnvolle Überschriften und
Zwischenüberschriften zu gliedern. Setzen Sie wichtige Suchbegriffen in
Überschriften, um Ihre Zielgruppe und Suchmaschinen auf den ersten Blick
anzusprechen. Denken Sie dabei aber vor allem an Ihre Leser und weniger
an die Suchmaschine. Suchmaschinen kaufen nichts. Sie wollen die
Besucher Ihrer Website überzeugen, nicht die Spider und Crawler der
Suchmaschinen.
Bilder
Google ist blind. Suchmaschinen können nicht erkennen, was auf
Illustrationen abgebildet ist, die sich auf Webseiten befinden. Wie
funktioniert dann aber die Bildersuche von Google und Bing? – Die
Antwort ist einfach. Die Suchmaschinen werten die Angaben auf der
Webseite aus und raten, was sich auf einem Bild befindet. Das
Alt-Attribut nimmt Suchmaschinen das Raten ab.
Barrierefreiheit und SEO
Es kann eine kurze Bildbeschreibung enthalten, die Google und Bing
hilft, zu verstehen, was auf dem Bild abgebildet ist. Das Alt-Tag ist
aber auch für sehbehinderte Personen wichtig, denen der Bildinhalt von
einem speziellen Browser vorgelesen wird oder die die Beschreibung mit
Hilfe eines Braille-Browsers lesen können. Aber auch wer mobil surft und
einen volumenabhängigen Tarif hat, unterdrückt häufig aus Kostengründen
das Laden von Bildern und ist auf die alternative Beschreibung
angewiesen.
In Richtlinien für barrierefreie Webseiten ist festgelegt, dass für
visuelle Elemente eine textliche Alternative für sehbehinderte Personen
vorgesehen sein muss. Internetangebote, die von öffentlichen Trägern
betrieben werden, sind sogar gesetzlich zur Barrierefreiheit
verpflichtet.
Beim Hochladen von Bildern Titel und Beschreibung eingeben

In Plone kann jedes Bild, das hochgeladen wird, mit einem Titel und
einer Beschreibung versehen werden. Der Titel oder, wenn vorhanden, die
Beschreibung wird dann von dem CMS automatisch in das Alt-Attribut
eingetragen, wenn das Bild auf einer Webseite verwendet wird.
Suchbegriffe im Alt-Tag
Wählen Sie für Bilder einen aussagekräftigen Titel und eine sinnvolle
Beschreibung, um sicherzustellen, dass die Bilder Ihrer Website bei
einer entsprechenden Suchanfrage sehr weit oben aufgelistet werden.
Nutzen Sie die Chance, in der Beschreibung wichtige Suchbegriffe
unterzubringen. Sie setzen so für Suchmaschinen die Illustrationen der
Seite in einen Bezug zum übrigen Inhalt. Das kann die Positionierung der
Webseite bei den entsprechenden Suchbegriffen deutlich verbessern.
Falls Sie Text in Bildern benutzen, gehört der dargestellte Text in
jedem Fall in das Alt-Tag, weil ansonsten die Suchmaschinen diese
Inhalte nicht erkennen können.
Der Inhalt des Alt-Tags wird in vielen Browsers als Tooltip angezeigt,
wenn der Benutzer mit dem Mauszeiger über die Abbildung fährt. Von Plone
kann die Beschreibung oder, wenn dieser fehlt, der Titel des Bildes als
Bildlegende automatisch
eingefügt
werden.
URL
Google und andere Suchmaschinen werten die Adresse einer Website aus, um
die Positionierung von Suchergebnissen festzulegen. Ist der Suchbegriff
bereits im Domainnamen enthalten, wird die Webseite entsprechend weit
oben positioniert. Aber auch der restliche Pfad hat Auswirkungen auf die
Sortierung von Suchergebnissen. Sind dort Suchbegriffe enthalten, kann
dies den Rang einer Seite verbessern. Das bedeutet, dass Sie wichtige
Suchbegriffe in der URL der Webseite unterbringen sollten. Plone
unterstützt Sie in dieser Hinsicht in vielfältiger Weise.
Sprechende Webadressen

Einige Content-Management-Systeme erzeugen immer noch kryptische URLs
wie zum Beispiel www.example.com/?id=123456, die weder für Mensch noch
Maschine besonders aussagekräftig sind. Alles was hinter dem
Fragezeichen aufgeführt wird, sind Parameter, die aus der Datenbank des
CMS herausgelesen werden, bevor die Seite angezeigt wird. Wenn viele
verschiedene Parameter in der URL übergeben werden, können diese absurd
lang werden. Plone ist da glücklicherweise anders. Das CMS erzeugt
sprechende URLs, die aus dem Titel der Webseite sowie den Titeln der
Ordner besteht, in denen die Webseite abgelegt wurde.
Ein Beispiel:
www.hasecke.com/plone-white-paper/kollaboration/globale-und-lokale-arbeitsablaeufe
Die Webseite über »Globale und lokale Arbeitsabläufe« befindet sich im
Ordner »kollaboration«, der seinerseits im Ordner »plone-white-paper«
angelegt wurde.
In einer solchen Webadresse können wichtige Suchbegriffe erscheinen, die
im Titel oder in der Beschreibung keinen Platz gefunden haben. Bei dem
oben angeführten Beispiel ist dies der Suchbegriff »kollaboration«, der
auf der Webseite selbst nirgends vorkommt. Sie hätte daher auch keine
besonders gute Positionierung, wenn jemand den Suchbegriff
»Kollaboration Arbeitsabläufe« eingibt. Da jedoch der Ordner, in dem
sich die Webseite befindet, den Namen »kollaboration« besitzt, hat die
Seite eine ausgezeichnete Positionierung.
Die Webadresse wirkt auf den Betrachter ähnlich wie Titel und
Beschreibung. Der Benutzer einer Suchmaschine erwartet, im Suchergebnis
seine Suchbegriffe wiederzufinden. Je verständlicher die URL ist, um so
eher wird er dazu motiviert, die Webseite zu besuchen.

Sprechende URLs in Plone zu erzeugen, ist ganz einfach. Mit den
Artikeltypen Ordner und Kollektion können Sie auf Ihrer Website einfach
und intuitiv eine sinnvolle Ordnerhierarchie aufbauen. Strukturieren Sie
Ihre Website mit Ordnern und Unterordnern thematisch, sodass
übergreifend wichtige Suchbegriffe in den Webadressen der darunter
liegenden Ordner und Seiten präsent sind.
Dies ist in unserem Beispiel bei dem Begriff »kollaboration« der Fall,
der sozusagen an alle Webseiten vererbt wird, die sich in diesem Ordner
befinden. Eine andere Seite in diesem Ordner hat den Titel
»Automatisierung durch Ereignissteuerung«. Bei dem Suchbegriff
»Kollaboration Automatisierung« erzielt diese Seite ebenfalls eine
ausgezeichnete Positionierung.
Achten Sie beim Anlegen der Ordner darauf, aussagekräftige Titel zu
verwenden. In der Voreinstellung erzeugt Plone aus dem Titel, den Sie im
Bearbeitungsformular eingeben, automatisch den Namen des Ordners, der zu
einem Teil der Webadresse wird. Dies ist erspart Ihnen Arbeit und
erfüllt in den meisten Fällen seinen Zweck. Wenn der Name anders lauten
soll als der Titel, können Sie ihn entweder nachträglich ändern oder
gleich bei der Erzeugung des Ordner gesondert wählen. Dies kann sinnvoll
sein, wenn ein Ordner einen langen Titel benötigt, Sie aber einen kurzen
aussagekräftigen Namen für die Webadresse haben möchten.
Wenn eine Webseite unter der eingegebenen URL nicht vorhanden ist,
erhält der Besucher eine so genannte 404-Not-Found-Meldung. Kaputte
Links innerhalb einer Website sind fatal, denn sie lassen den Benutzer
ratlos zurück. Die Gefahr ist groß, dass er sich schnell einer anderen
Website zuwendet.
Plone verhindert dies, indem es beim Verschieben von Inhalten
sicherstellt, dass interne Links weiterhin funktionieren. Wenn Seiten
gelöscht werden sollen, auf die intern Links gesetzt sind, warnt Plone
den Benutzer.
Falls trotzdem ein Inhalt nicht gefunden werden kann, erzeugt Plone eine
404-Meldung, die auf Inhalte verweist, die den Benutzer vermutlich
interessieren könnten. In der Abbildung wurde die URL der Webseite
falsch eingegeben. Der Umlaut am Ende der URL ist falsch.

Plone erkennt, dass zwei Bestandteile der URL, nämlich die Ordner
»plone-white-paper« und »kollaboration« richtig geschrieben wurden.
Außerdem erkennt Plone, dass sich im Ordner Kollaboration eine Seite
befindet, die der Benutzer möglicherweise ansteuern wollte. Plone bietet
daher dem Besucher drei Möglichkeiten an, den gesuchten Inhalt doch noch
zu finden.
Suchbegriffe
Suchbegriffe, Suchbegriffe, Suchbegriffe – darum dreht sich beim Thema
SEO alles. Die Verwendung der richtigen Suchbegriffe im Text einer
Webseite ist das A & O bei der Suchmaschinenoptimierung. Doch wie findet
man die richtigen Suchbegriffe?
Eine Optimierung von Webseiten ist nur möglich, wenn Sie wissen, wonach
Ihre Zielgruppe sucht. Mit welchen Begriffen sucht sie? – Diese Fragen
müssen beantwortet werden, bevor mit der Optimierung begonnen werden
kann. SEO ist — wenn die technischen Voraussetzungen stimmen — eine
Aufgabe für die Marketing- und Werbeabteilung!
Dank Plone können Mitarbeiter aus dem Marketing oder aus der
Werbeabteilung ohne technische Kenntnisse die Website ihres Unternehmens
optimieren.
Suchbegriffe in lesenswerte Texte verwandeln
Gute Autoren und Werbetexter haben keine Schwierigkeiten, vorgegebene
Suchbegriffe in einem lesenswerten Text unterzubringen und bestimmte
andere Begriffe zu vermeiden. Das gehörte bereits zum täglichen Geschäft
eines Texters, als das Internet noch gar nicht erfunden war. Schwieriger
wird es, die interessanten Suchbegriffe überhaupt erst einmal zu
definieren.
Suchbegriffe finden
Brainstorming mit Glossaren, Lexikas und Thesauri
Verwendbare Suchbegriffe finden Sie in Glossaren Ihres Fachgebiets oder
Ihrer Branche sowie in Lexikas. Mit Hilfe eines Thesaurus finden Sie
Synonyme für bereits gefundene Begriffe. Werfen Sie einen Blick auf die
Webseiten Ihrer Wettbewerber. Wenn Sie alleine zu wenig Begriffe finden,
dann setzen Sie sich in einer Gruppe zum Brainstorming zusammen. Sie
können auch Suchbegriffe in Google
Adwords eingeben, das System
macht Ihnen daraufhin Vorschläge für weitere Begriffe.
Sortierung: allgemeine und konkrete Suchbegriffe
Generell ist es so, dass allgemeine, weit gefasste Suchbegriffe viele
unterschiedliche Zielgruppen erreichen, konkrete und eng gefasste
Suchbegriffe dagegen nur wenige Personen interessieren – diese aber dann
um so wirkungsvoller ansprechen. Da es meistens nicht unser Interesse
ist, möglichst viele Personen auf unsere Website zu locken, sondern
genau diejenigen, die für unser Angebot als Zielgruppe besonders
interessant sind, müssen wir abwägen, welchen Weg wir einschlagen.
Wählen wir eine der beiden Strategien oder einen Mittelweg? Oder
optimieren wir bestimmte Seiten unseres Internetauftritts für allgemeine
Begriffe und andere für ganz konkrete?
Suchstrategie berücksichtigen\
Ein weiterer Aspekt, der bei der Wahl der Suchbegriffe zu beachten ist,
sind die Suchstrategien der Zielgruppe. Wenn man mit seiner Recherche im
Internet noch ganz am Anfang steht, gibt man häufig weit gefasste,
allgemeine Begriffe in die Suchmaske ein. Wenn die Unternehmens-Website
überarbeitet werden soll, könnte ein erster Suchlauf mit dem Begriff
»Website erstellen« erfolgen. Wenn man merkt, dass man damit nicht
weiter kommt, wird eine gezieltere Suchanfrage gestartet, zum Beispiel
mit dem Begriff »Webdesign« oder – noch genauer – mit dem Suchbegriff
»barrierefreies Webdesign«. Wenn dem Suchenden schließlich bewusst wird,
dass er für seine Zwecke ein CMS einsetzen könnte, wird er in einer
anderen Richtung suchen und nach dem Begriff »CMS« suchen. Nach einigen
weiteren Anläufen wird er schließlich den Begriff »CMS Kollaboration«
eingeben und auf Plone stoßen. Für Website-Betreiber ist es lukrativ, am
Ende einer solchen mehrstufigen Internet-Recherche ganz oben auf der
Trefferliste zu erscheinen. Denn dann hat der Suchende seine Wünsche
präzise formuliert und findet genau das richtige Angebot. Wenn ich also
meine Seite auf Suchbegriffe hin optimiere, die mehrere Worte umfassen
und die Wünsche meiner Zielgruppe präzise umschreibe, kann ich aus SEO
den größten Nutzen ziehen.
Sätze statt Aufzählungen
Viele Menschen geben Satzfragmente oder sogar ganze Sätze in
Suchmaschinen ein. In vielen Fällen ist es daher sinnvoll auf
Suchbegriffe hin zu optimieren, die aus solchen Formulierungen bestehen.
Google und Yahoo fördern dieses Verhalten, indem Sie den Benutzern
Suchvorschläge unterbreiten. Man sollte diese Suchvorschläge im
SEO-Prozess analysieren und daraus, wenn möglich, längere Suchbegriffe
ableiten und sie auf der Webseite verwenden.
Webtexte
Eine Website ohne gute Texte ist wie ein Potemkinsches Dorf: schöne
Fassade und nichts dahinter. Mit den richtigen Suchbegriffen können Sie
vielleicht in Google eine gute Positionierung erreichen, aber ohne gute
Texte werden Sie keinen einzigen Besucher von Ihrem Angebot überzeugen
können.
Passende Suchbegriffe und eine gute Positionierung sind wie ein gutes
Bewerbungsschreiben. Sie wecken das Interesse des Personalchefs. Aber
niemand wird einen Bewerber einstellen, ohne ihn vorher persönlich
kennen gelernt zu haben. Nur wer im Bewerbungsgespräch überzeugt, hat
eine Chance, die Stelle zu bekommen. Das Gleiche gilt fürs Internet. Die
Qualität Ihrer Inhalte, die Überzeugungskraft Ihrer Texte entscheidet
über den Erfolg Ihrer Website.
Plone ist Texters Liebling
Plone ist ein großartiges CMS, aber es schreibt Ihnen keine Texte – das
müssen Sie schon selbst tun. Plone bietet Ihnen allerdings als
Redaktionssystem eine Arbeitsumgebung, in der Sie sich voll und ganz auf
die Qualität Ihrer Texte konzentrieren können.
Teamworkfähiges Redaktionssystem\
Die Erstellung guter Webseiten ist häufig Teamwork. Plone hilft Ihnen,
gemeinsam mit anderen Personen Webseiten zu erstellen. Es ist ein
kollaboratives Content-Management-System, das individuelle
Arbeitsabläufe unterstützt.
Die vier Phasen der Texterstellung\
Die Erstellung und Pflege gut formulierter Inhalte kann man in vier
Phasen unterteilen. In jeder Phase unterstützt Sie Plone mit speziellen
Funktionen.
Phase 1: Ideensammlung und Gliederung
Wenn Sie eine neue Website aufbauen, ist sie während der Planungsphase
noch nicht öffentlich zugänglich. Eine komplette Webseite vor der
Öffentlichkeit zu verbergen, ist kein Problem. Schwieriger wird es, wenn
Sie auf Ihrer bereits öffentlich zugänglichen Website einen neuen
Bereich einrichten möchten. Einerseits möchten Sie sehen, wie sich der
neue Bereich in die übrige Website einfügt, andererseits sollen
Außenstehende davon nichts mitbekommen.
In Plone ist dies kein Problem. Arbeitsabläufe regeln in Plone, wann
welche Inhalte wem zugänglich gemacht werden. Wenn Sie einen neuen
Themenbereich einrichten wollen, erzeugen Sie einfach einen neuen Ordner
und versetzen ihn in den Status »privat«. Anschließend erlauben Sie den
Benutzern, die mitarbeiten sollen, den Zugriff auf den neuen Bereich.
Sie können nun in dem geschützten Bereich Ideen sammeln und verschiedene
Gliederungsstrukturen ausprobieren. Bauen Sie die Gliederung so auf,
dass einerseits Ihre Besucher sich ohne Probleme in dem Bereich
zurechtfinden und andererseits URLs mit wichtigen Suchbegriffen
entstehen.
- Erstellen Sie eine Liste mit kurzen und längeren Suchbegriffen.
- Überlegen Sie, auf welchen Seiten welche Suchbegriffe vorkommen
sollen.
- Erstellen Sie die gewünschten Seiten und schreiben Sie die
Suchbegriffe in die entsprechenden Felder für »Titel«,
»Zusammenfassung« und »Haupttext«.
- So weiß Ihr Texter, wo er welche Suchbegriffe unterbringen soll.
Die Phase ist abgeschlossen, wenn die Gliederung steht, die notwendigen
Webseiten im CMS angelegt und mit den ausgewählten Suchbegriffen
versehen wurden.
Phase 2: Texterstellung
Wenn Sie Wert auf überzeugende und ansprechende Texte legen, werden Sie
mit einem Werbetexter zusammenarbeiten. Falls der Texter nicht bereits
während der ersten Phase an der Erstellung des neuen Bereichs beteiligt
war, richten Sie ihm spätestens nun einen Zugang zu Ihrer Website ein.
Da Plone ein kollaboratives Werkzeug ist, können mehrere Personen an der
konkreten Texterstellung beteiligt werden. Sie können als Projektleiter
und Auftraggeber entweder direkt in den Text des Werbetexters eingreifen
oder über die Kommentarfunktion Kritik äußern und Anregungen geben.
Falls mehrere Personen direkt am Text arbeiten, kann über die
Versionskontrolle nachvollzogen werden, wer welche Änderungen gemacht
hat.
Phase 3: Textveröffentlichung
Sobald die Webseiten des neuen Bereichs stehen, beginnt die dritte
Phase. Nun muss der Bereich freigeschaltet und die Texte veröffentlicht
werden. Dies ist in Plone sehr benutzerfreundlich geregelt. Der Eingriff
eines Mitarbeiters aus der IT-Abteilung ist nicht notwendig.
Phase 4: Textüberarbeitung
Falls Sie den Erfolg Ihrer Website kontrollieren – und das sollten Sie
auf jeden Fall tun – werden Sie nach einer gewissen Zeit feststellen,
dass Sie einzelne Webseiten oder ganze Bereiche überarbeiten sollten, um
Ihre Zielgruppe noch effizienter anzusprechen. Der SEO-Prozess ist nie
abgeschlossen, er läuft kontinuierlich weiter. Entweder verändern sich
die Trends. Oder Sie erkennen erst mit der Zeit, wie Sie Ihre Website
noch besser optimieren können. Es ist eher die Regel als die Ausnahme,
dass der Text von Webseiten überarbeitet wird.
Plone unterstützt die Überarbeitungsphase durch das Konzept der
Arbeitskopien. Damit haben Sie die Möglichkeit, eine Webseite im
laufenden Betrieb zu überarbeiten, ohne dass das Publikum etwas bemerkt.
Dies ist besonders dann sehr hilfreich, wenn umfangreichere Änderungen
vorgenommen werden sollen, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.
Während Sie ganz bequem im Hintergrund an der neuen Version arbeiten,
sehen Ihre Besucher noch die alte. Erst wenn die neue Version steht,
wird sie freigeschaltet, und ersetzt die alte Fassung des Textes.