Direktmarketing

Zwischen einer guten Beziehung und Stalking liegen Welten. Das gilt auch für die Werbung.

Die gute alte Postwurfsendung hat ihren Höhepunkt bereits vor Jahren überschritten. Direktmarketing ist heute digital.

Menschen persönlich anzusprechen, ist im digitalen Zeitalter sehr viel einfacher geworden. Direktmarketing glänzt deshalb – ob gedruckt oder digital – immer noch mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Newsletter & Website: die Basis-Kombination

Ein E-Mail-Newsletter ist eine der preiswertesten Möglichkeiten, um Interessenten in Kunden zu verwandeln. Alles, was Sie benötigen, ist eine Website, ein Newsletter-Programm und einen guten Texter. Letzterer ist besonders wichtig, denn ein Newsletter kann nur dann Wirkung entfalten, wenn er regelmäßig ausgesendet wird. Und dafür ist eine kontinuierliche, redaktionelle Betreuung unverzichtbar.

Bevor Sie starten, sollten Sie deshalb gemeinsam mit Ihrem Texter ein redaktionelles Konzept erarbeiten. Welche Inhalte soll der Newletter haben? Und in welchen Abständen soll er den Abonnenten zugesendet werden?

Für Handelsunternehmen mit einem großen Sortiment sind diese Fragen einfach zu beantworten. Sie machen die Leser einfach in regelmäßigen Abständen auf wechselnde Sonderangebote aufmerksam. Andere Unternehmen müssen die Inhalte des Newsletters Ausgabe für Ausgabe gemeinsam mit Ihrem Texter zusammenstellen.

Jedes Unternehmen hat etwas zu sagen. Ein guter Texter hilft Ihnen, Themen zu entwickeln, die Ihre Kunden interessieren. Zeigen Sie Ihren Kunden beispielsweise, wie Sie die Dinge in Ihrem Unternehmen anpacken. Schreiben Sie kompetent über Themen, die Ihren Lesern gerade auf den Nägeln brennen. Nehmen Sie sich die Zeit, im Newsletter erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen in aller Ruhe vorzustellen. Präsentieren Sie Referenzen. Zitieren Sie überzeugte Kunden.

Und vergessen Sie nicht, den Lesern die Möglichkeit zu geben, zu antworten. In jeden Newsletter gehören Response-Elemente. Schon der Hinweis auf ein kostenloses Beratungsangebot hilft, mit Interessenten in einen echten Dialog einzutreten. Und im Gespräch können Sie am schnellsten aus Interessenten Kunden machen.

Dialog-Marketing in Social Media Netzwerken

Social Media hat dem Dialog-Marketing völlig neue Perspektiven eröffnet. Viele Unternehmen sind deshalb auf großen Plattformen wie Facebook und Twitter sowie auf kleineren Special-Interest-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn präsent. Da die Benutzer dieser Netzwerke den Firmen aktiv folgen müssen, um ihre Nachrichten zu lesen, erleben sie die Plattformen als Pull-Kanäle, auf denen sie weitestgehend von Push-Nachrichten (also lästiger Werbung) verschont bleiben. Das schafft ein gutes Klima für einen erfolgreichen Dialog mit potenziellen Kunden.

Auf einer Social-Media-Plattform kommen Sie schnell ins Gespräch. Die Hürde, mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten, ist denkbar niedrig. Eine einfache, völlig formlose Chat-Nachricht genügt, um nach Informationen zu fragen oder eine Beschwerde loszuwerden.

Die Präsenz auf den Netzwerken lässt sich mit einer permanenten Pressekonferenz vergleichen, auf der jeder Anwesende Fragen stellen darf und erwartet, dass Sie sofort antworten. Es ist es deshalb sinnvoll, die Öffentlichkeitsarbeit via Facebook, Twitter & Co. organisatorisch eng an die Geschäftsführung anzubinden.

Social Media tendiert zur Personalisierung. Man möchte Menschen, nicht Unternehmen folgen. Ein Unternehmens-Account wirkt auf bestimmten Plattformen unpersönlich und wie ein Fremdkörper. In einigen Netzwerken sollten Sie deshalb ein personenbezogenes Konto einrichten, damit man Ihnen als Mensch ganz persönlich folgen kann.

Analoges Direktmarketing

Das klassische Direktmarketing hat noch lange nicht ausgedient, auch wenn es, wie oben erwähnt, seinen Zenit überschritten hat. Das einzelne Mailing profitiert sogar davon, dass im Ganzen gesehen weniger Postwurfsendungen auf den Schreibtischen Ihrer Zielgruppe landen. In einer zunehmend digitalisierten Welt erweckt ein Brief häufig sogar mehr Aufmerksamkeit als ein E-Mail-Newsletter. Und das hat zwei Gründe.

  1. Er bietet dem Leser ein haptisches Erlebnis. Er kann angefasst, aufgeklappt, durchgeblättert werden. Sein dinglicher Charakter gibt ihm eine stärkere Präsenz, als sie digitale Werbemittel haben.

  2. Die digitale Werbebotschaft ist mit einem Klick verschwunden. Das klassische Mailing liegt unter Umständen noch einige Tage auf dem Schreibtisch des Empfängers. Es wirkt länger nach.

Vernetzung von Online- und Offline-Maßnahmen

Nahezu alle Kommunikationsmaßnahmen – egal ob online oder offline – werden heute miteinander vernetzt. Ihre Verzahnung beginnt schon damit, dass in einem gedruckten Werbemittel auf die Homepage oder den Social-Media-Account hingewiesen wird.

Immer dann, wenn Sie online auf eine Messe oder ein anderes Event hinweisen, verknüpfen Sie analoge und digitale Kommunikationskanäle. Diese Verknüpfung wird bereits als völlig natürlich wahrgenommen, sodass die Wechselwirkung aus dem Blick gerät und von Zeit zu Zeit bewusst reflektiert werden sollte. Durch den kombinierten Einsatz von Online- und Offline-Elementen lassen sich Synergieeffekte nutzen. Ein simples Beispiel: Sie nutzen den E-Mail-Newsletter dazu, Ihren Messeauftritt zu bewerben; und während des Messeauftritts gewinnen Sie neue Abonnenten für Ihren Newsletter.

Letztlich geht es darum, dort zu sein, wo Ihre Kunden Sie brauchen. Das ist das Gegenteil von aufdringlicher Werbung. Das ist das Gegenteil von Stalking. Es ist eine gute Beziehung.

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