Direktmarketing

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Stalking und einer guten Beziehung. Das gilt auch für Mailings und Newsletter.

Die gute alte Postwurfsendung hat ihren Höhepunkt bereits vor Jahren überschritten. Direktmarketing ist heute digital. Geblieben sind die alten Vorteile. Die direkte Ansprache von Menschen ist auch im digitalen Zeitalter eine der effizientesten Werbemethoden. Direktmarketing glänzt – gedruckt oder digital – mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Digitales Direktmarketing

Micro Targeting à la Cambridge Analytica

Die Digitalisierung hat dem Direktmarketing völlig neue Perspektiven eröffnet. Große Werbeplattformen wie zum Beispiel Facebook wissen mehr über uns als wir selbst. Sie registrieren jede einzelne Bewegung ihrer Nutzer und verknüpfen die Daten, die sie selbst gewonnen haben, mit den Daten, die sie über Tracking-Maßnahmen von anderen Websites erhalten. Die Benutzer von Facebook sind so transparent geworden, dass es möglich ist, potenzielle Kunden individuell anzusprechen. Das Ausmaß der Möglichkeiten, die Facebook seinen Werbekunden bietet, wurde im Rennen um das Präsidentenamt in den USA besonders augenfällig, als die Machenschaften der britischen Firma Cambridge Analytica aufflogen. Mit Hilfe des so genannten Micro Targetings lassen sich hoch spezifische Werbebotschaften zielgenau an den Mann oder die Frau bringen. Der hohe Abstimmungsaufwand, der notwendig ist, um eine solche Werbekampagne zu entwickeln und umzusetzen, macht dieses Verfahren jedoch entsprechend teuer.

Newsletter

Ein E-Mail-Newsletter ist eine der preiswertesten Möglichkeiten, um Interessenten in Kunden zu verwandeln. Alles, was Sie benötigen, ist eine Website, ein Newsletter-Programm und etwas Zeit. Sie bieten Besuchern Ihrer Website die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren. Mit der Zeit wächst Ihr Verteiler und Sie besitzen einen wertvollen Stamm von Interessenten, den Sie durch regelmäßige Aussendungen an sich binden können. Mit Sonderangeboten können Sie in jeder Newsletter-Aussendung Kaufanreize setzen und Ihren Umsatz steigern.

Da er ihn aktiv abonniert hat, ist der Interessent geneigt, einen Newsletter als Pull-Information zu bewerten. Der Push-Faktor, den vielen Interessenten als störend empfinden, wird abgemildert. Da sie die Information durch Subskrioption angefordert haben, sind Newsletter-Abonnenten prinzipiell offen für die kommunizierten Botschaften. Sie dürfen es jedoch nicht übertreiben. Die Frequenz Ihres Newsletters darf nicht zu hoch werden. Sonst wird aus einer guten Beziehung lästiges Stalking und der Interessent kündigt den Newsletter.

In einen Newsletter gehören Response-Elemente. Schon eine einfache Antwortmöglichkeit – zum Beispiel bei einem Beratungsangebot – kann dabei helfen, mit Interessenten in einen echten Dialog einzutreten.

Beim Betrieb eines Newsletters sind datenschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten. Wenn Sie das Newsletter-Programm auf eigenen Servern betreiben, haben Sie die Daten Ihrer Kunden besser unter Kontrolle, als wenn Sie einen Online-Service nutzen.

Social Media Instanzen

Die Abmilderung des Push-Faktors erweist sich auch auf Social Media Plattformen als förderlich, da Interessenten Ihrem Account aktiv folgen und damit Interesse an den Informationen signalisiert haben, die Sie über Ihre Social Media Kanäle streuen.

Da Social Media Accounts heute wie die Pressestelle eines Unternehmens wahrgenommen werden, ist es sinnvoll, die Öffentlichkeitsarbeit via Facebook, Twitter & Co. organisatorisch eng an die Geschäftsführung anzubinden.

Analoges Direktmarketing

Das klassische Werbe-Mailing hat noch lange nicht ausgedient, auch wenn es, wie oben erwähnt, seinen Zenit überschritten hat. Das einzelne Mailing profitiert davon, dass im Ganzen gesehen weniger Postwurfsendungen auf den Schreibtischen Ihrer Zielgruppe landen. Es bekommt auch häufig mehr Aufmerksamkeit als ein digital versendeter E-Mail-Newsletter und zwar aus zwei Gründen:

  1. Es bietet dem Leser ein haptisches Erlebnis. Es kann angefasst, aufgeklappt, durchgeblättert werden. Sein dinglicher Charakter gibt ihm eine größere Präsenz als den digitalen Werbebotschaften.

  2. Die digitale Werbebotschaft ist mit einem Klick verschwunden. Das klassische Mailing liegt unter Umständen noch einige Tage auf dem Schreibtisch des Empfängers. Es wirkt länger nach.

Gemischte Online-Offline-Kampagnen

Nahezu alle Kommunikationsmaßnahmen bestehen heute aus Online- und Offline-Elementen. Ihre Verzahnung beginnt schon damit, dass Sie in einem gedruckten Werbemittel auf Ihre Homepage oder Ihren Social Media Account hinweisen. Und immer dann, wenn Sie online auf Ihre Verkaufsräume hinweisen oder auf eine Messe, die Sie besuchen, so verknüpfen Sie Ihre virtuelle Präsenz mit Ihrem physischen Auftritt in der Wirklichkeit. Diese Verknüpfung wird bereits als völlig natürlich wahrgenommen, sodass die Wechselwirkung aus dem Blick gerät und von Zeit zu Zeit bewusst reflektiert werden muss.

Denn nur durch eine geschickte Verknüpfung von Online- und Offline-Elementen lassen sich Werbebotschaften effektiv verstärken und Synergieeffekte nutzen. Ein Beispiel: Sie nutzen Ihren E-Mail-Newsletter dazu, Ihren Messeauftritt zu bewerben; und während Ihres Messeauftritts gewinnen Sie neue Abonnenten für Ihren Newsletter.

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